Slogan: Eine Schule, die STARK macht

Aktuelles aus dem Schulleben

GemüseAckerdemie“ Ackern neben dem Schulhof

Seit Februar 2021 kooperiert die Esther-Bejarano- Gemeinschaftsschule mit der GemüseAckerdemie. In diesem besonderen Schulprojekt soll den Gemeinschaftsschüler*innen vermittelt werden, welche Bedeutung die Natur für die Ernährung hat und macht sie zu Gemüsebauern. „Acker-Coaches“ begleiten die Klassen bei ihren gärtnerischen Aktivitäten von der Saat bis zur Ernte. Ganz nebenbei entdecken die Schülerinnen und Schüler dabei Gemüsesorten, von denen sie vorher noch nie gehört hatten – und die sie jetzt auch zum ersten Mal probieren.

gemueseackerdemie 01Die Klasse 8b bei der Arbeit

Die 8b macht schon mit bei der GemüseAckerdemie und ist gerade bei der ersten Pflanzung auf dem schuleigenen Gemüsebeet. 4 mal 14 Meter ist das groß, in zwölf Reihen ist die Erde ordentlich aufgehäufelt. Über einem Teil des kleinen Ackers ist eine Schnur mit bunten Bändchen gespannt, damit die Vögel nicht alles wegpicken.

Auch die Schülerinnen und Schüler der Vorbereitungsklasse nehmen teil. Sie haben ein besonderes Experimentierbeet. In der Klasse wurden die Namen der unterschiedlichen Gemüsesorten erarbeitet, darüber gesprochen, welche Gemüsesorten es in den Herkunftsländern gibt. Die Kinder dürfen auf diesem Beet ausprobieren, was davon hier in Wiesloch wächst. Es gab den Wunsch, Zucchini, Paprika, Peperoni, Tomaten und Himbeeren anzubauen, auch Feige, Zitrone und Olive war im Gespräch. Einem ganz besonderen Wunsch wurde ebenfalls entsprochen: Mate für Tee. Die Matesamen werden im Klassenzimmer vorgezogen und dann ins Freiland gesetzt zur passenden Zeit.

Foto: Die Vorbereitungsklasse unter Leitung von Frau Bertomeo beim EinpflanzenDie Vorbereitungsklasse unter Leitung von Frau Bertomeo beim Einpflanzen

 

In der GemüseAckerdemie lernen die Kinder vor allem auf praktische Weise – also durch den eigenen Anbau –, welche Gemüsesorten es gibt, wie sie wachsen, welche Bedeutung die Natur für unsere eigene Ernährung und für unser Leben hat – und wie wichtig es ist, die Natur zu erhalten. GemüseAckerdemie ist ein Jahresprogramm: Am Anfang des Jahres lernen die Kinder das Basiswissen über das Gemüse und den Anbau. Dann geht es auf den Acker, und nach der Ernte beschäftigen sich die Klassen damit, was eigentlich mit dem Gemüse passiert. Da geht es dann auch um Themen wie Verschwendung von Nahrungsmitteln und Naturschutz.

Foto: Unser GemüseackerUnser Gemüseacker

Das mehrfach ausgezeichnete Bildungsprogramm finanziert sich über Spenden und hat mehrere Partner. Zu den Förderern gehören u. a. die AOK und viele Stiftungen, darunter die Heidehof Stiftung.

Schulen, die mitmachen möchten, brauchen nur eine Fläche zum Ackern. 100 bis 150 Quadratmeter sind völlig ausreichend. An der Esther-Bejarano-Gemeinschaftsschule gab es keinen geeigneten Platz direkt an der Schule, es fand sich aber mit Hilfe der Stadt Wiesloch und einen örtlichen Bauern eine Lösung in der Nähe der Schule.
Die Zusammenarbeit mit den Schulen läuft jeweils über vier Jahre. Ziel ist, die Schulen zu befähigen, den Gemüseanbau eigenständig weiter zu betreiben.
In den folgenden Jahren übernimmt die Schule also immer mehr Eigenverantwortung, und die GemüseAckerdemie reduziert ihren Vor-Ort-Service durch die Acker-Coaches und nimmt stattdessen zunehmend eine beratende Funktion ein.

Die Schulen bekommen außerdem auch Unterrichtsmaterialien, abgestimmt auf die verschiedenen Klassenstufen. Die Schülerinnen und Schüler beginnen auf dem Status „Volle Möhre“ und entwickeln sich dann über „Schlauer Bauer“ und „Gemüse-Guru“ schließlich zu „Acker-Alumni“. Der Großteil der Programmkosten wird über Förderpartner wie die AOK, Ministerien oder Stiftungen sowie Spenden finanziert. Die Schulen selbst zahlen nur einen geringen Eigenbeitrag, zum Beispiel für Pflanzen und Saatgut.

Die gemeinsame Arbeit im Gemüsebeet ist ein wichtiges Gemeinschaftserlebnis, das sonst in der Corona-Zeit fehlt.

Gez. Bärbel Kröhn

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